Ehemaliger SG Spieler Rainer Koll leitet Schiedrichterausschuss

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Unser ehemalige SG Spieler Rainer Koll tritt in die Fußstapfen von Bernd Jungherz und wird Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses.

Mit einer Träne im Knopfloch verabschiedete Fußballkreis-Vorsitzender Manfred Schultze in der Bürgerhalle Inden/Altdorf einen langjährigen Weggefährten und Freund. „Ich bin schon etwas wehmütig. Wir kennen uns seit den 1970er Jahren und haben so viele Jahre miteinander in den Gremien gearbeitet und uns sehr gut verstanden.“ Gemeint ist Bernd Jungherz, langjähriger Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses (KSA) Düren, der nicht mehr für dieses Amt kandidierte.


Denn im Rahmen des turnusmäßig alle drei Jahre stattfindenden Kreisschiedsrichtertages wurde ein neuer Vorstand des KSA gewählt. Der zum Versammlungsleiter bestimmte, ebenfalls langjährige Mitstreiter Heinz-Hubert Werker, betonte: „Bernd Jungherz war erst der achte Kreisschiedsrichterobmann seit Kriegsende. Wenn dieser Job so leicht zu machen wäre, hätte sich sicher schon der eine oder andere mehr daran versucht.“

Seit 2008 Vorsitzender

Seit 2004 gehörte Jungherz dem Schiedsrichtervorstand an, seit 2008 war er Vorsitzender. Folgerichtig hätte sein einstimmig gewählter Nachfolger Rainer Koll ihn gerne zum Ehren-Schiedsrichterobmann ernannt. Aber diese Ehrung gibt es nicht mehr. In Würdigung seiner Verdienste – er war 57 Jahre Schiedsrichter, leistete unter anderem Vorstandsarbeit bei Germania Burgwart und Germania Vossenack und war als Schiedsrichterbeobachter tätig – verlieh Kreisvorsitzender Manfred Schultze Jungherz jedoch als „I-Tüpfelchen“ die Verdienstnadel des DFB „für Deine erstaunliche und außergewöhnliche Karriere“.

Bei dieser großen Verabschiedung trat beinahe in den Hintergrund, dass auch einige andere verdiente Schiedsrichterkameraden aus beruflichen oder persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl antraten: Sven Diel (Kreisschiedsrichterlehrwart), Benjamin Bläser (Vertreter der „jungen Generation“), und Martin Wallraff (berufenes Mitglied im Lehrstab). Natürlich wurden auch sie gebührend verabschiedet.

Nachdem die Versammlung zunächst mit Rainer Koll den neuen Vorsitzenden des Kreisschiedsrichterausschuss gewählt hatte, hielt er eine kurze Antrittsrede, in der er betonte: „Ich hoffe, dass ich in die großen Fußabdrücke meines Vorgängers Bernd passen werde.“

In der Wahl der weiteren Mitglieder des KSA ein erfreulicher Trend zur Verjüngung: Mit Dominik Mynarek (Lehrwart) und Niclas Pracht (Vertreter der jungen Generation) zogen ein 18-Jähriger (Mynarek) und 24-Jähriger (Pracht) in das Gremium ein, beziehungsweise wurden in andere Position gewählt. Als Beisitzer ergänzen Harald Diel, Josef Voiss, Wilfried Hahn, Benjamin Krebs und Marvin Koll den KSA. Berufener Mitarbeiter für die Geschäftsführung bleibt Friedhelm Schreckenberg. Weitere berufene Mitarbeiter sind Lukas Kunkel, Moritz Klein und Kevin Teichmann. Sie müssen noch vom ordentlichen Kreistag des Fußballkreises am 29. April bestätigt werden.

Interview mit Rainer Koll

Was haben Sie sich als neuer Vorsitzender des KSA für ihre erste Amtszeit vorgenommen?

Rainer Koll: Wir werden zunächst intern unsere Ziele definieren. Klar ist, dass es primär um die Schiedsrichtergewinnung und –erhaltung gehen wird.“

Gibt es da konkrete Maßnahmen?

Rainer Koll: Wir werden unsere Bemühungen fortsetzen, noch mehr Öffentlichkeitsarbeit machen und neue Kanäle wie Social Media angehen.

Was kann jemanden motivieren, Schiedsrichter werden zu wollen?

Rainer Koll: Da gibt es viele verschiedene Motive: der eine liebt die sportliche Betätigung, der andere mag es, das Reglement auf dem Platz durchzusetzen. Nicht zu unterschätzen ist die Persönlichkeitsentwicklung durch dieses Amt. Hier steigert man seine Selbstsicherheit in kürzester Zeit. Das habe ich bei meinem eigenen Sohn sehr gut beobachten können.

Quelle: https://www.fupa.net/berichte/rainer-koll-folgt-auf-bernd-jungherz-2307901.html