Horst Dreßen - Erlebnisbericht vom Ultralauf beim Monschau Marathon
18.08.2018 168 Aufrufe des Artikels

Horst Dreßen - Erlebnisbericht vom Ultralauf beim Monschau Marathon

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Hi. Wie versprochen kommt ein kurzer Bericht von meinem überhaupt erst 2. Ultralauf am letzten Sonntag in Konzen (Monschau Marathon).

Die Idee daran teilzunehmen entstand zwischen Weihnachten und Neujahr letztes Jahr. Ich war auf der Suche nach einem Ziel für 2018. Endlich mal die 10 km unter 40 min zu laufen nehme ich mir nämlich jedes Jahr vor.Also kam mir der Gedanke den Ultra in Monschau zu laufen und damit auch die Frage für mich, wie bereitest du dich vor? Wie 2016 auch, viele kurze Läufe, viele Lange und Radeln als Ausgleich. Beim Rursee Ultra 2016 wollte ich nur ankommen und das am besten in einer 6er Pace pro Minute.

Dieses Jahr wollte ich auch ankommen, aber schneller. Mein Vorsatz für die Vorbereitung war, mehr lange Läufe und weniger Ruhr Eifel Cup (REC) Läufe, das heißt, nicht jedes Wochenende die 10km volle Pulle rennen, sondern stattdessen lange langsame Runden drehen.

Die Vorbereitung geht los, aber wie?

Als dann der REC los ging, und ich meinen ersten Halbmarathon  gelaufen war, wusste ich, das die Vorsätze vergessen waren. Ich wollte wieder 19 Wertungsläufe im REC schaffen, und denke das ich morgen meinen 16. Lauf in Hambach bestreiten werde. Trotzdem baute ich in der diesjährigen Vorbereitung mehr längere Distanzen ein und versucht auch häufiger zu radeln.

Der Tag X rückte näher und in der letzten Woche ging es mir wie andere Läufer auch berichten:
Hier tuts weh, dort schmerzt es. Hast du genug trainiert? Was nimmst du mit für den Lauf? Gel oder Riegel oder doch beides? Trinkrucksack? Nur Gürtel? Mit Rucksack trainiert= Scheiße, mit Gürtel=weniger Scheiße. Also wurde es der Gürtel.

Am 12.08 ging dann um 4 Uhr morgens der Wecker. Bescheuert oder? 7 Grad Außentemperatur und perfektes Laufwetter. Medaille Ultralauf MonschauSonnig und trocken sollte es den Tag über werden. Das wäre super, denn ich wollte einmal den Sonnenaufgang über dem Hohen Venn erleben. Die Chancen standen gut. Gefrühstückt und ab nach Konzen. 6:05 Uhr und los gings. 56 km mit 950 Höhenmetern vor mir.

Zuerst gings Richtung Venn und alles ohne Hektik im Feld. Die 220 Teilnehmer waren so ruhig, kein Gedränge, Geschiebe oder ähnliches wie bei kurzen Läufen. Jeder hat Respekt vor der Distanz denn auf der langen Strecke kann so viel passieren. Meine Vorsätze waren geschrumpft. 2016 war ich 52 km in 5 Stunden10 gelaufen, jetzt wäre ich mit 5 Stunden 20 sehr zufrieden gewesen. Aber es lief von Anfang an verdammt gut für mich und meine Verhältnisse. Ich hatte mich einer kleinen Gruppe mit Ultra Ikone Wolfgang Braun angeschlossen und blieb dabei ohne Atemnot zu haben 😉

Der Sonnenaufgang im Venn ist ein echtes Highlight

Nach 14 km im Venn und dem tollen Sonnenaufgang (einfach herrlich/unbeschreiblich) kamen wir wieder nach Konzen und hatten jetzt noch die Marathonstrecke vor uns. Die kannte ich aus den vergangenen Jahren bereits. Die Pace der Gruppe war immer um die 5 min und mir eigentlich zu schnell. Das wurde wir auch klar, als ich den Anschluss nach Widdau hoch verlor. Dort musste ich abreißen lassen - 25 km waren hier ungefähr gelaufen. Von da an war ich alleine unterwegs. Mein nächster Gedanke war, wann kommen die ersten Marathonläufer und holen dich ein. Hoffentlich noch nicht!

Horst Dreßen nach Ultralauf Monschau Marathon15 offizielle Verpflegungsstellen gab es und einige inoffizielle. Wie immer bei km 42 die von Peter Borsdorff. Dort legte ich eine kleine Pause ein, um mich mit Cola, Gummibärchen und Wasser zu stärken. Dann war es soweit, die drei Erstplatzierten vom Marathon flogen vorbei. Auch ein Zeichen für mich - Los Horst, lauf weiter - du musst noch 14 km. Ich hatte jetzt ungefähr 3 Stunden 45 Minute auf der Uhr. Damit wären für die letzten 14 km noch 1 Stunde 15 min Zeit für die 5h Marke. Das müsste unter 5 Stunden zu schaffen sein - Pustekuchen. Die letzten 6 km wurden hart für mich. Neben Wadenkrämpfen und totaler Leere in den Beinen habe ich es aber doch bis Konzen geschafft. Der Zieleinlauf ist unbeschreiblich, wenn dein Name durch die Lautsprecher kommt und die viele Zuschauer sind einfach der Wahnsinn. Nach 5 Stunden 3 Minuten war ich im Ziel, erschöpft aber glücklich. Hätte mir das vorher einer gesagt, du läufst diese Zeit, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Meine Gefühle kann ich nicht in Worte fassen. Einfach nur geil.

Mein Dank gilt dem TV Konzen und all seinen Helfern für diese mega Veranstaltung. Ich kann nur jedem Läufer ans Herz legen dort mal mitzulaufen. Ich hoffe in Konzen noch öfters starten zu können. Vielleicht auch nochmal Marathon oder Staffel - wer weiß?!

Ich hoffe der Bericht hat euch ein wenig gefallen und hat das Interesse am MoMa geweckt.

Gruß Horst

Urkunde Horst Dreßen



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